Jahreszeitliche Tipps und Sicherheit im Gebirge
Im Sommer
Der Winter dauert sehr lange, noch im Mai kann man Ski laufen. Vor Ende Juni sollte keine Wanderung begonnen werden. Normalerweise öffnen die Hütten am letzten Wochenende im Juni, dann sind auch alle Brücken wieder montiert. Die Wanderzeit endet im Oktober. Siehe auch die Hinweise für SB-Hütten bei: Neuigkeiten.

Bereits abgebaute Sommerbrücke
In den Karten steht ein S für Sommerbrücke und ein H für eine
Ganzjahresbrücke. Abgenommen werden die Brücken im September, meistens am zweiten bzw. dritten
Wochenende, dann schließen auch die Hütten. Einige wenige haben bis zum
ersten Oktoberwochenende geöffnet und in Kalenderwoche 40 - den
norwegischen Herbstferien.
Wann ist die beste Wanderzeit?
Schönes Licht und besonders lange Abende erleben Sie Ende Juni, Anfang
Juli.
Dann ist aber noch mit hohen Wasserständen in den Flüssen zu rechnen.
ACHTUNG: im Mai ist noch keine Wanderzeit.
Sommerwetter kann den Wanderer in jedem Monat begleiten, am häufigsten
aber
im August. Dann sind auch die Wasserstände in den Flüssen am niedrigsten und
Schneeschauer sehr unwahrscheinlich. Je nach Höhenlage geht man aber auch
dann noch über Schneefelder.
Ab Anfang bzw. Mitte September verwandeln beeindruckende Herbstfarben die
Landschaft in einen bunten und leuchtenden Farbenteppich. Ab
Anfang Oktober ist mit Schnee zu rechnen.
Möchten Sie voll belegte Hütten umgehen, starten Sie ab Mitte August. Im
September kommen dann die Jäger und manchmal Schulklassen ins
Fjell.

Karte und Kompass
Im allgemeinen sind die Wege gut mit einem roten „T“ oder Steinpyramiden
markiert. Die Farbe ist auch im Nebel gut sichtbar. Trotzdem ist es wichtig,
dass Sie mit Karte und Kompaß umgehen können. Üben Sie bei guter Sicht
indem
Sie immer wieder Ihren Standort in der Karte bestimmen. Für ganz Norwegen
gibt es Karten 1 : 50 000, die eine sehr gute Orientierung ermöglichen, aber
jeweils nur einen kleinen Bereich abdecken. Der Ugland-Verlag hat außerdem
TURKART herausgegeben, die die Sommer- und Winterrouten sehr gut darstellen:
meist im Maßstab 1 : 100 000.
Kleidung und Ausrüstung
Da das Wetter sehr wechselhaft ist, sollten Sie unabhängig vom Wetterbericht
für JEDES Wetter gerüstet sein. Auch bei kurzen Touren sollten Sie immer
Regenbekleidung und winddichte und warme Sachen dabei haben. In den
Trockenräumen der Hütten werden die Sachen schnell wieder trocken. Da die
Wege sehr steinig sind, sind gute Bergstiefel unabdingbar. Auch im Sommer
gehören Mütze, Schal und Handschuh in den Rucksack. Versuchen Sie nie
dem
Wetter zu trotzen!
Umfangreiche Listen finden Sie auf den Seiten des DNT www.turistforeningen.no
Wetterbericht
Hier ist der TURPLANLEGGER hilfreich: wählen Sie aus der Liste ein Gebiet, z.B. HARDANGERVIDDA - dort ein Hüttenbild oder Hüttennamen anklicken, am Anfang der Infos steht der Wetterbericht.
Zum
TURPLANLEGGER
Und wenn alles schief geht:
Copyright: DNT Oslo
Im Winter
Planen Sie sehr früh im Jahr (z.B. Silvester) eine Tour, beachten Sie auch
bei den Hütten zur Selbstbewirtschaftung unbedingt die Öffnungszeiten.
In Rondane, Setesdalheiene und Troms sind die SB-Hütten (fast) das ganze
Jahr zugänglich. In allen anderen Gebieten sollen die Hütten außerhalb der
Öffnungszeiten nicht benutzt werden, schon wegen des hohen Holzverbrauches
(wird eingeflogen). Auch die Vorräte sind noch nicht aufgefüllt. Sie müssen
mit schlechter Ausstattung (Holz, Gas, Lebensmittel) rechnen.
Bedenken Sie auch die Tageslänge: Sonnenuntergang am 1.1. in
Südnorwegen um 15.20 Uhr.
Aus Sicherheitsgründen lässt man die Schlösser an Ort und Stelle, so dass
man ins Haus hineinkommt. Das kann aber nicht garantiert werden, da ab und
zu Großgrundbesitzer – auf deren Land die Hütte steht – ein eigenes Schloss
anbringen.
Wann ist die beste Skizeit?
Für Norweger beginnt die
Skisaison im Februar, dann sind
auch Schulferien,
Kalenderwoche 8 und 9. In der Osterwoche ist es erfahrungsgemäß sehr voll
und die Hütten sind überbelegt.
Schöne Schneeverhältnisse und lange Tageslicht hat man im März; im April ist
auch noch genug Schnee, aber die Schneequalität erfordert oft den
Gebrauch
von Klister.
Karte und Kompass
KVISTE: Jeden Winter sind in den Hauptwandergebieten die Wege „gekvistet“,
das heißt man hat im Abstand von ca. 30 m Stöcke in den Schnee gesteckt.
Eine Übersichtskarte und eine Datumsliste geben Auskunft über den Zeitraum.
(siehe: Downloads) Da gerade im Winter die Sicht durch Schneetreiben und
Nebel beeinträchtigt sein kann, ist es unabdingbar, dass Sie mit Karte und
Kompass umgehen können. (Hinweise zu Karten: siehe bei Sommer.)
Copyright: DNT Oslo
Kleidung und Ausrüstung
Um eine Wintertour sicher und komfortabel zu gestalten, gilt es die
Ausrüstung sorgfältig auszuwählen. Besonders wichtig ist geeignete
Unterwäsche; Norweger schwören auf Wolle, da sie auch im feuchten Zustand
wärmt. Als oberste Schicht empfehlen sie Baumwolle, da der
Feuchtigkeitstransport bei Kälte besser ist, als bei Membrankleidung.
Zusätzlich zur normalen Ausstattung brauchen Sie Utensilien, die es
ermöglichen, im Notfall eine Nacht draußen zu verbringen.
Versuchen Sie nicht mit letzten Kräften die nächste Hütte oder Zivilisation
zu erreichen; graben Sie sich lieber ein. Dafür sind eine Schaufel,
Schlafsack, Liegeunterlage und Windsack unerlässlich. Während Sie
Wetterbesserung abwarten ist es wichtig, dass Sie sich warm und trocken
halten und die gute Laune nicht verlieren; Schokolade nicht vergessen.
Umfangreiche Listen finden Sie auf den Seiten des DNT:
www.turistforeningen.no
Schneeverhältnisse
Die aktuellen Schneeverhältnisse in den Nationalparks können Sie
im Internet beim DNT abfragen, das norwegische Wort dafür heißt:
Føremeldinger.
Im Sommer bezieht sich das auf Restschnee zu Beginn der Sommersaison und auf
Wasserstände.
Im Winter bezieht sich das auf die Beschaffenheit des Schnees.
Hier kommen Sie zum DNT: www.turistforeningen.no
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